Nosokomiale Infektionen sind ein bedeutendes Problem im Klinikbereich. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, hervorragende, lebensrettende therapeutische Alternativen für Patienten mit schweren nosokomialen Infektionen zur Verfügung zu stellen.
Im Krankenhaus erworbene Infektionen – ein grosses Problem
Infektionskrankheiten beim Menschen werden durch Infizierung mit pathogenen Mikroorganismen wie Bakterien, Pilzen, Parasiten und Viren verursacht. Nosokomiale Infektionen sind Infektionen, die man sich in Krankenhäuser und Pflegeheimen zuziehen kann. Sie befallen schätzungsweise 10% aller hospitalisierten Patienten, verursachen Harnwegsinfekte, Wundinfektionen, Lungenentzündungen oder Blutinfektionen. Sie sind Ursache erheblicher Morbidität und Mortalität und stellen eine signifikante ökonomische Belastung für Kostenträger und Gesellschaft dar. Gemäss einer Schätzung des US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) verursachen nosokomiale Infektionen in den USA Kosten von über $ 4,5 Milliarden pro Jahr. In schweren Fällen wie bei Blutinfektionen und Lungenentzündung kann die finanzielle Belastung erheblich höher sein.
Patienten mit einem geschwächten Immunsystem (einschliesslich ältere Menschen und Kinder) sind besonders anfällig. Nosokomiale Infektionen werden durch direkten Kontakt mit dem Krankenhauspersonal, durch Übertragung von Patient zu Patient, unzulänglich sterilisierte Instrumente, invasive Interventionen oder sogar durch die im Spital angebotenen Speisen und Getränke übertragen. Die meisten nosokomialen Infektionen werden durch Bakterien verursacht, insbesondere durch Pseudomonas aeruginosa, Staphylococcus aureus und Enterococcus spp. Diese Infektionen werden im Allgemeinen mit einer Kombination mehrerer Antibiotika behandelt. Die zunehmende Resistenz der Bakterien gegen eines oder mehrere der häufig angewendeten Antibiotika ist jedoch ein kritisches Problem. Die Folgen einer nosokomialen Infektion können im besten Fall ein verlängerter Krankenhausaufenthalt sein; in vielen Fällen kann die Infektion jedoch lebensbedrohend werden. Insbesondere Blutinfektionen und durch Beatmungsgeräte verursachte Lungenentzündungen verlaufen oft tödlich; bis zu 50% der schwer erkrankten Patienten sterben daran.
Die genaue Inzidenz nosokomialer Infektionen ist unbekannt, man schätzt jedoch, dass alljährlich in den Vereinigten Staaten über 2 Millionen und in Europa rund 1,2 Millionen solcher Infektionen auftreten.
Gegenwärtige und zukünftige Behandlung nosokomialer Infektionen
Die Hauptansatz der gegenwärtigen medizinischen Behandlung nosokomialer Infektionen ist die Antibiotikatherapie, die im Allgemeinen in Form einer Kombination von bis zu drei Wirkstoffen angewendet wird.
Auf den sieben wichtigsten Märkten – USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien und Spanien – werden die Antibiotika-Verkäufe an Spitäler und Kliniken auf ,4 Milliarden veranschlagt; dies entspricht ungefähr 30% des gesamten Antibiotika-Marktes. Obwohl Antibiotika in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich angewendet worden sind, weisen sie erhebliche Nachteile auf wie Nebenwirkungen, langsamer Wirkungseintritt und unzureichende Penetration in relevante Bereiche. Ein zudem erhebliches Problem entsteht durch die Ausbildung virulenter, Antibiotika-resistenter Bakterienstämme mit der Folge erhöhter Morbidität und Mortalität. Bei bis zu 60% der Infektionskrankheiten sind die Mikroorganismen gegen die effektivsten verfügbaren Arzneimittel resistent. Dies gilt ganz besonders für Pseudomonas aeruginosa und Staphylococcus aureus (z. B. Methicillin-resistente Staphylococci aureus, MRSA).
Das Risiko, auf einer Intensivstation an einer solchen schweren Infektion zu sterben, wird auf bis zu 50% geschätzt. Darüber hinaus sind die Dauer des Aufenthalts auf der Intensivstation bzw. im Krankenhaus, die Medikation und die zusätzlichen intensivmedizinischen Interventionen äusserst kostspielig. Es besteht ein sehr hoher, bislang unzureichend abgedeckter Bedarf an Arzneimitteln, die schwere Infektionen wirksam bekämpfen und gleichzeitig gut verträglich sind.
Patienten, die besonders anfällig für nosokomiale Infektionen sind, wie immungeschwächte Personen (Verbrennungsopfer, Transplantations-, Krebs-, AIDS-Patienten) und Neugeborene (mit normalem oder niedrigem Geburtsgewicht) würden von solchen neuen Behandlungsoptionen profitieren.
Es wird erwartet, dass monoklonale Antikörper in Zukunft eine wichtige Behandlungsoption darstellen und neben der gegenwärtigen Medikation zur wirksameren Bekämpfung von Infektionen eingesetzt werden können. Die therapeutische Anwendung von Antikörpern zusätzlich zur gegenwärtigen Therapie birgt viele Vorteile:
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MAbs können schneller wirken als gegenwärtige Antibiotika.
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MAbs ergänzen und verbessern die Antibiotikatherapie, ohne sie zu behindern (aufgrund der unterschiedlichen Wirkungsweise). Die kombinierte Behandlung mit Antibiotika und MAbs kann zum schnelleren Abklingen der Infektion führen, was einen kürzeren Aufenthalt auf der Intensivstation und eine signifikante Verminderung von Morbidität und Mortalität sowie der Kosten für die Gesundheitsversorgung zur Folge hat.
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MAbs können den Infektionsort effektiver erreichen als gegenwärtig angewendete Arzneimittel.
Mit rein humanen therapeutischen Antikörpern ist Kenta Biotech gut positioniert, den unzureichend abgedeckten therapeutischen Bedarf zu erfüllen.